HTPC:Home Theater Personal Computer (HTPC) - Peripherie
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Peripherie
Zäumen wir das Pferd ruhig einmal von hinten auf. Welche Geräte dienen zur Signalbereitstellung und welche zur Signalausgabe?
Überlegen Sie. Was wollen Sie. Sind Sie eher nur ein Ab-und-zu-Doku-Seher. Oder eher ein Medienfreak, der gerne Actionfilme und dann auch nur in höchster Qualität sehen will.
Folgende Fragen sollten Sie hierzu vorab abklären.
Kabel oder Satellit
Für welchen Übertragungsweg entscheiden Sie sich? Die folgenden Fragen könnten Ihnen bei der Entscheidung helfen.
- Wieviele Sender stehen (in HD-Qualität) in Ihrem Wohngebiet über Kabel zur Verfügung?
- Dürfen Sie eine Satellitenschüssel auf Ihrem Balkon aufstellen?
- Hat Ihr planmäßiger Aufstellplatz für die Schüssel die richtige Himmelsausrichtung für guten Empfang? Hierzu kann man eine für die meisten deutschen Städte erhältliche Azimut-Elevations-Tabelle zu Rate ziehen. Diese hier ist von Kathrein.
Privatsender oder öffentlich-rechtliche Sender
Entscheidend für die Überlegung "Kabel oder Satellit" kann auch die folgende Frage sein.
- Sind Sie eventuell auch mit den öffentlich-rechtlichen Digitalsendern über Kabel zufrieden? Frei empfangbare digitale Sender im Bereich z.B. von Kabel Deutschland finden Sie hier. Das kostet Sie eventuell nur die Gebühr für den digitalen Kabelanschluss. Prüfen Sie, ob diese Möglichkeit für Sie besteht.
Für digitale Privatsender benötigen Sie eine Smartcard. Das bringt monatliche Zusatzkosten. Kostenpflichtige digitale Sender im Bereich z.B. von Kabel Deutschland finden Sie hier. Kostenpflichtige digitale Sender am Beispiel von SES Astra finden Sie hier und hier.
HDTV
Ein weiterer wichtiger Punkt für Ihre Überlegung "Kabel oder Satellit" könnte auch der Folgende sein:
- Möchten Sie bereits jetzt für das (kommende) hochauflösende Fernsehen vorbereitet sein? Die Zukunft von HDTV ist aber durchaus noch nicht abzusehen. Vor kurzem hat z.B. der Privatsender Pro Sieben den HDTV-Simulcast (Simultanübertragung desselben Inhaltes über mehrere Rundfunkwege) abgeschaltet. ARD und ZDF rüsten jetzt andererseits zu HDTV auf. Einen Zeitplan finden Sie hier.
Hier finden Sie eine aktuelle Liste der deutschen HD-Programme.
TFT-Monitor oder LCD-/Plasma-Fernseher
Was diese Gruppe von Geräten angeht, kann man kaum Empfehlungen abgeben. Es gibt für nahezu jede Gerätegruppe vehemente Verfechter mit guten Argumenten. Durch die rasante Entwicklung der Monitore und Fernseher überholen sich Tipps schneller, als man sie aktuell halten kann. Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Techniken finden Sie hier.
Sinnvoll könnte es sein, sich die folgende Frage zu stellen.
- Wollen Sie eher einen alltagstauglichen Office-PC zum Internet surfen, Briefe schreiben etc., mit dem Sie auch Fernsehen und Videos ansehen können? Dann dürfte wohl eher ein TFT-Monitor in Frage kommen.
- Wollen Sie einen reinen Medien-PC zusammenbauen? Dann dürfte klar der Fernseher Ihr Favorit sein.
HD ready und Full HD
Ihren Flachbildfernseher sollte mindestens das "HD ready"-Logo zieren. Solche Geräte verfügen über eine native 16:9-Auflösung von wenigstens 720 Zeilen (1.280 x 720 Bildpunkte) und einen digitalen DVI- oder HDMI-Anschluss.
Der Terminus “Full HD” wurde erschaffen, um uns Kunden zu signalisieren, dass alle Auflösungen bis hinauf zu 1080p (Vollbilder mit 1.920 x 1.080 Pixel) physikalisch dargestellt werden können. “Full HD” sagt also nichts über die Qualität des Bildes aus. Es ist lediglich eine Aussage über die Auflösung, nichts weiter.
Aktuelle Sendeformate (Stand: 02.2010)
ARD und ZDF senden ihre HDTV-Bilder unverschlüsselt im 720p-Format. Das entspricht einer Auflösung von 1.280 x 720 Bildpunkten. Die ARD begründet die Entscheidung für das 720p/50-Format mit einer besseren Bildqualität, die nicht nur durch eine hohe Auflösung des Fernsehbilds bestimmt würde. Es sei ebenso zu Bedenken, bei welcher Bildabtastung auch schnellere Bewegungen dargestellt werden können, ohne dass sich dabei Bildunschärfen bemerkbar machen. Für das Bewegtbild des Fernsehens liefere das Format 720p insgesamt eine bessere Bildqualität als beispielsweise das Format 1080i. Unabhängig voneinander durchgeführte Tests des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) in München und der Europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf hierzu hätten eindeutig gezeigt, dass das Format 720p/50 zu besseren Ergebnissen führt als das Format 1080i/25.
Quelle: ARD DIGITAL
Die Entscheider der Privatsender RTL, VOX (gehört zur RTL Group), SAT.1 und Pro Sieben (ProSiebenSAT1 Media AG) setzen auf HDTV im Format 1080i mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Der Preis für die hohe Auflösung ist die Ausstrahlung nur in Halbbildern.
Lautsprecher
Die Vielfalt der Sound- und Lautsprechersysteme lässt kaum einen Wunsch offen. Nur Surround-Beschallungsanlagen scheinen standesgemäß zu sein, glaubt man den Informationen in Auslagen und Verkaufsräumen von Elektromärkten. Ich nenne diese Lautsprechersysteme mit Bedacht Beschallungsanlagen, denn genau dafür sind sie entwickelt worden. Effektvolle Beschallung von Räumen. Nichts ist diesen Systemen ferner denn Klangtreue. Erwarten Sie von 6 bis 8 kleinen Miniboxen eines Surround-Systems und einem bass-dröhnenden Subwoofer keinen Hi-Fi-Hörgenuss. Wenn Sie Audiomedien in guter Qualität wiedergeben wollen, brauchen Sie gute Hi-Fi-Boxen. Und entgegen der allgemeinen Meinung in Printmedien etc., kann man damit durchaus auch Videofilme ansehen bzw. hören.
Schnittstellen
Nun haben sie schon einige, wichtige Entscheidungen getroffen. Diese bestimmen unter anderem die benötigten Schnittstellen zum/vom HTPC. Eine Liste von möglichen Schnittstellen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
- HDMI
- DVI
- VGA
- Stereo-Audio
- 7.1 Surround-Sound
- S/PDIF
- TV in/out
- S-VHS in/out
- usw.
Was bleibt als Tipp
Gehen Sie in den nächsten Elektrogroßmarkt Ihres Vertrauens und sehen Sie sich die Geräte genau an. Achten Sie auf die Art der abgespielten Medien. Ein Standbild kann fantastisch aussehen, sagt aber wenig aus. Wie verhält sich der Monitor bei schnellen Schwenks, Sportaufnahmen etc. Achten Sie auch auf Details in den Typenbezeichnungen der Geräte, wenn Sie die Angebote mehrerer Märkte vergleichen. Achten Sie auch auf die benötigten Schnittstellen.
Weitere nützliche Peripheriegeräte
- Netzwerkfestplatte zur Datenspeicherung oder Datensicherung
- Externes, optisches Laufwerk (USB)
- Master-/Slave-Steckdose
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